WERKVERTRAG

Unsere Partner bieten Ihnen mehrere Formen einer Zusammenarbeit an. Neben der herkömmlichen Arbeitnehmerüberlassung besteht auch die Möglichkeit, einen Werkvertrag zu schließen.
Da die Überlassung von Arbeitskräften (AÜG) in Betriebe des Bau(haupt)gewerbes gesetzlich weitestgehend nicht zulässig ist, erfreut sich der Werkvertrag hier besonders großer Beliebtheit.

Vorteile des Werkvertrags

Der Werkvertrag charakterisiert sich durch seine Erfolgsbestimmtheit, d.h. hier wird zwischen Besteller und Werkunternehmer vertraglich ein Werk oder eine Dienstleistung vereinbart, die ein bestimmtes Ergebnis zum Ziel haben.
Laut Bürgerlichem Gesetzbuch BGB § 631 definiert sich der Werkvertrag durch folgende Pflichten:
(1) Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.
(2) Gegenstand des Werkvertrags kann sowohl die Herstellung oder Veränderung einer Sache als auch ein anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg sein.
Ein Arbeitsvertrag in Form eines Dienstvertrages oder auch im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung hingegen hat nur den Arbeitseinsatz (vgl. BGB § 611 ff.) und das Bemühen um einen nicht so strikt geregelten Erfolg zum Inhalt, und zwar regelmäßig und ohne Bindung an einen konkreten Auftrag.
Der Werkvertrag kennzeichnet sich zudem durch wirtschaftliche Selbständigkeit des Werkunternehmers aus. Dieser ist nicht im Betrieb des Bestellers beschäftigt und kommt somit allein für alle Beiträge zur Sozialversicherung oder Lohnsteuer auf, was einen erheblichen finanziellen Vorteil für den Besteller bedeutet.
Die zwischen Besteller und Werkunternehmer vereinbarte Vergütung - der Werklohn - ist mit einer Abnahme des vertraglich geregelten Werks verbunden. Dabei ist es mittlerweile durchaus üblich, dass die Werkleistung auf Stundenlohnbasis kalkuliert wird.
Alle Lohnnebenkosten wie Steuern und Versicherung werden vom Werkunternehmer getragen
Übersichtlicher Pauschalpreis für ein Gesamtleistung
Keine höheren Kosten für Überstunden
Keine Einschränkung in der Anzahl der Arbeitsstunden
Keine Bindung an bestimmte Personen
Keine Meldepflicht beim Zoll

Wie gestaltet sich die Arbeitnehmerüberlassung

Der Arbeitgeber ist in diesem Fall der Verleiher, der einem Dritten - dem Entleiher - seine Arbeitnehmer zur Verfügung stellt.
Der Entleiher setzt den Arbeitnehmer nach seinen Erfordernissen ein und ist weisungsbefugt.
Der Leiharbeitnehmer erbringt seine Arbeitsleistung dem Entleiher gegenüber, bleibt aber weiterhin bei seinem Arbeitgeber, dem Verleiher, eingestellt.
Die Arbeitnehmerüberlassung ist zeitlich auf 18 Monate begrenzt. Zwischen Verleiher und Leiharbeitnehmer muss ein Arbeitsverhältnis und ein Arbeitsvertrag bestehen.
In dem Arbeitnehmerüberlassungsvertrag ist die Arbeitnehmerüberlassung als solche ausdrücklich zu bezeichnen. Ver- und Entleiher sind außerdem verpflichtet im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag die Person des Leiharbeitnehmers zu konkretisieren.
Verleiher dürfen Betrieben des Bauhauptgewerbes keine Arbeitskräfte für Arbeiten überlassen, die üblicherweise von Arbeitern verrichtet werden. Ein Betrieb des Baugewerbes ist ein Betrieb, der gewerblich überwiegend Bauleistungen auf dem Baumarkt erbringt (§ 101 Abs. 2 SGB III i.V.m. § 1 Baubetriebe-Verordnung).
Die Stundensätze für Leiharbeiter auf Basis des AÜG fallen höher aus, denn hier kommen Kosten hinzu, wie sie in einem deutschen Dienstvertrag üblich sind:
Krankenkassenbeiträge
Unfallversicherung
Sozialversicherung
Lohnsteuerabgaben
Überstunden
Wochenendzuschläge
Im Falle einer Arbeitskräfteüberlassung aus dem Ausland ist der Entleiher zudem verpflichtet, dies beim Zoll zu melden.
Die zusammengetragenen Informationen basieren auf Artikeln folgender Medien: